Sprachniveaus erklärt. Von A1 bis C2, plus Business.
Jede Story bei Paupi trägt ein Niveau von A1 bis C2 und innerhalb des Niveaus eine Stufe: einfach, mittel oder schwer. Hier steht, was das heißt, wie viele Wörter du auf jeder Stufe ungefähr brauchst und woher die Zahlen kommen.
Woher die Niveaus kommen
Die sechs Stufen stammen aus dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Er beschreibt nicht, welche Grammatik du kennst, sondern was du mit der Sprache tun kannst: dich vorstellen, ein Zimmer reservieren, eine Beschwerde begründen. Prüfungen wie Goethe, DELE, Cambridge oder das polnische Certyfikat hängen daran, und Lehrwerke sortieren ihre Kapitel danach.
Wie viele Wörter pro Niveau?
Dazu gibt es Messungen. Milton und Alexiou haben 2009 Lernende in Englisch, Französisch und Griechisch getestet und pro Niveau den Wortschatz gezählt. Die Goethe-Prüfungen veröffentlichen Wortlisten, die etwas kleiner gefasst sind, weil sie nur das Prüfungsnötige enthalten. Beides zusammen gibt diese Größenordnungen.
| Niveau | Was du kannst | Bekannte Wörter | Bei Paupi |
|---|---|---|---|
| A1 | Dich vorstellen, bestellen, nach dem Weg fragen, Zahlen und Uhrzeit, kurze Sätze im Präsens, erste Vergangenheit. | unter 1.500 gemessen, rund 650 in der Goethe-Liste | 30 Lektionen plus 12 Basis-Stories ergeben rund 600 bis 800 Wörter. |
| A2 | Alltag bewältigen, von gestern erzählen, Pläne machen, vergleichen, einfache Nebensätze, Arzt, Einkaufen, Reisen. | 1.500 bis 2.500 gemessen, rund 1.300 in der Goethe-Liste | Zweiter Kurs mit 30 Lektionen und 12 Basis-Stories, Ziel 1.300 bis 1.600. |
| B1 | Zusammenhängend erzählen, Meinung begründen, Beschwerde, Bewerbung, Nebensätze aller Art, höfliche Formen. | 2.750 bis 3.250 gemessen, rund 2.400 in der Goethe-Liste | Stories mit Wendung, viel Dialog, hohe Wortvielfalt. Ziel 2.500 bis 3.000. |
| B2 | Abstrakte Themen, Ironie und Register, komplexe Satzgefüge, Fachtexte im eigenen Gebiet. | 3.250 bis 3.750 im Test, real eher 4.000 bis 5.000 | Längere Stories mit zwei Ebenen, Satire des Alltags. |
| C1 | Verwaltung, Satire, indirekte Rede, lange Perioden, seltene Wörter. | über 4.500 im Test, real 6.000 bis 8.000 | Essays, Protokolle, Reden, Verhandlungen. |
| C2 | Literarisches Register, Periodensätze, Mehrdeutigkeit als Stilmittel. | über 8.000 | Bisher nur Englisch. |
| Business | Kein eigenes Niveau. Verhandlung, Meeting, Vertrag, so wie es im Büro gesprochen wird. | B2 oder C1 plus rund 500 Fachwörter | Thema-Label auf B2- und C1-Stories. |
Einfach, mittel, schwer: die Stufen innerhalb eines Niveaus
A1 ist breit. Wer gerade die ersten vier Lektionen gemacht hat, versteht etwas anderes als jemand kurz vor A2. Deshalb teilt Paupi jedes Niveau in drei Stufen, und jede Story weiß, ab welcher Lektion des Kurses du sie lesen kannst.
- Einfach: ab Lektion 1 bis 10. Rund 70 Prozent der Wörter kennst du aus den Lektionen, der Rest ist ein Klick entfernt. Du sollst merken, dass du schon etwas kannst.
- Mittel: ab Lektion 11 bis 20. Etwa die Hälfte ist bekannt. Hier wächst dein Wortschatz am schnellsten, weil die neuen Wörter in Sätzen stehen, die du verstehst.
- Schwer: ab Lektion 21 bis 30. Rund 40 Prozent bekannte Wörter und die ganze Grammatik des Niveaus, auch die Vergangenheit.
Basis-Stories und Bonus-Stories
Lektionen allein reichen nicht für ein Niveau. 30 Lektionen bringen rund 300 Wörter und Sätze in deinen Wortschatz, A1 braucht 600 bis 800. Die Lücke schließen die Basis-Stories: zwölf pro Niveau, in jeder Sprache dieselben Szenen, jede mit 25 bis 40 neuen Wörtern. Lektionen plus Basis-Stories ergeben das Niveau. Alles darüber hinaus ist Bonus, zum Lesen, weil es Spaß macht.
Warum nicht einfach schwere Texte lesen?
Weil Lesen zusammenbricht, wenn zu viele Wörter fehlen. Schmitt, Jiang und Grabe haben 2011 gemessen: Wer 90 Prozent der Wörter eines Textes kennt, versteht etwa die Hälfte. Bei 95 Prozent sind es 60 Prozent, bei 98 Prozent rund 70. Paupi darf tiefer gehen, weil jedes Wort klickbar ist, aber nicht beliebig tief. Unter 40 Prozent bekannten Wörtern ist ein Text keine Geschichte mehr, sondern eine Vokabelliste mit Satzzeichen.
Quellen
Milton und Alexiou (2009), Vocabulary size and the Common European Framework of Reference for Languages. Schmitt, Jiang und Grabe (2011), The Percentage of Words Known in a Text and Reading Comprehension, Modern Language Journal. Hu und Nation (2000), Unknown vocabulary density and reading comprehension. Goethe-Institut, Wortlisten zu Goethe-Zertifikat A1, A2 und B1.